Fliesen verlegen Kosten – Was kostet ein Fliesenleger?

Fliesenleger Kosten - Was kostet Fliesen verlegen? Fliesen Quadratmeterpreis

Wie hoch sind die Kosten für das Verlegen von Fliesen durch einen Fliesenleger? Oder ist es nicht sparsamer, diese Arbeiten selbst vorzunehmen? Und ist der Preis für das Verlegen von großformatigen Fliesen teurer als von kleinen? Diese oder ähnliche Fragen stellen sich viele beim Sanieren oder Neubauen eines Hauses.

Welche Kosten entstehen beim Fliesen legen?

Wand und Bodenfliesen sind in unterschiedlichen Farben, Formen und Materialien erhältlich. Noch dazu sind sie strapazierfähig und pflegeleicht. Die Zeiten, in denen Fliesen nur im Bad oder dem WC zu finden waren, sind längst vorbei.

Die modernen Platten sind vielfältig und in für nahezu jeden Wohnstil einsetzbar. Wegen der komplexen Materialzusammensetzung der Kacheln ist für das Fliesen verlegen inzwischen aber auch einiges an Geschick gefragt. Und je nach Material und Verlegetechnik entstehen beim Fliesen verlegen unterschiedliche Kosten.

Wie setzen sich beim Fliesen verlegen die Kosten zusammen?

Die Kosten für das Verlegen von Fliesen liegen zwischen 50 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Dabei setzt sich der Quadratmeterpreis aus mehreren Kostenfaktoren zusammen.

1. Fliesensorte

Am meisten kostet nicht der Fliesenleger. Die teuerste Position ist die Art der Fliese selbst. Denn es gibt Fliesen, die sind schwerer zu verlegen als andere – was die Kosten für den Fliesenleger in die Höhe treibt. Eine Pauschalaussage zum Preis kann jedoch nicht getroffen werden.

Während günstige Keramikfliesen bereits für 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter erhältlich sind, kosten handgefertigte Mosaikfliesen 100 Euro oder mehr pro Quadratmeter. Diese Position ist aber am einfachsten zu kalkulieren, denn der Preis für die Fliese steht ja am jeweiligen Modell.

Möglicherweise entstehen auch weitere Kosten für einen Fliesenzuschnitt. Alle Fliesen zeichnen sich durch unterschiedliche Eigenschaften und Anwendungsbereiche aus.

2. Verlegearbeiten

Das Verlegen der Fliesen von einem Fliesenleger kostet 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Der Preis wird dabei von der Größe und Art der Fliese, sowie der Komplexität des Musters bestimmt. Meist sind in diesem Preis aber die weiteren Arbeiten wie Acryl- oder Silikonfugen ausspritzen enthalten.

3. Zusatzarbeiten

Nicht in jedem Angebot sind das Spachteln und Grundieren im Preis enthalten. Ist das nicht der Fall, können dafür weitere 5 bis 10 Euro veranschlagt werden. Ebenso können Zusatzkosten durch aufwendige Vorbereitungsarbeiten, zusätzliche Kanten- oder Sockelleisten anfallen. Das gilt auch für die Anfahrtskosten durch den Handwerker. Diese werden pro Kilometer oder als Pauschale verrechnet. Dabei schwanken die Preise der einzelnen Unternehmen erheblich.

Gibt es Quadratmeterpreise für das Fliesen?

Der Quadratmeterpreis für das Fliesen ist schwierig zu kalkulieren. Im Grunde genommen handelt es sich beim Quadratmeterpreis um den Zeitaufwand, der für das Verlegen benötigt wird. Dementsprechend setzt sich der Quadratmeterpreis aus Punkten zusammen, die den Verlegeaufwand mehr oder minder bestimmen.

Erhöhend auf den Preis wirken sich aus:

  • Das aufwendige Verlegen in einem Mörtelbett.
  • Mosaikverlegung
  • Komplizierte Verlegemuster
  • Komplexer Grundriss eines Zimmers
  • Dem Zuschnittaufwand
  • Der Fugenbreite. Je geringer diese sein soll, desto zeitintensiver wird die Arbeit für den Fliesenleger.

Dagegen kostet das Verlegen von großformatigen Fliesen deutlich weniger. Hier ist der Fliesenleger oftmals in der Hälfte der Zeit mit der Arbeit fertig. Das gilt auch für einfache Grundrisse und wenig Zuschnittarbeiten.

Daher kalkulieren die Fliesenleger zwischen 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter verlegte Fliese. Darin enthalten sind aber nur die Verlegearbeiten. Eine Fliese wird separat verrechnet. Hinzu kommt der Materialverbrauch für Fliesenmörtel, Fugenmörtel, Fliesenkleber, Silikon, etc.

Einige Arbeiten, wie das Fliesen von Treppen, bringt einen deutlich höheren Arbeitsaufwand mit sich, vor allem wegen der häufigeren Schneidearbeit. In diesen Fällen wird meist auf Stundenbasis abgerechnet und weniger pro Quadratmeter. Die Fliesenleger Kosten können schnell mehr als 50 Euro die Stunde betragen. In solchen Fällen kann es aus diesem Grund günstiger sein, mit dem Fliesenleger einen Pauschalbetrag zu vereinbaren.

Fliesen Quadratmeterpreis – Kosten für das Verlegen von Bodenfliesen pro Quadratmeter

Bodenfliesen zwischen 15 x 15 cm bis 30 x 60 cmZwischen 40 bis 50 Euro/ m²
Bodenfliesen zwischen 30 x 60 cm bis 60 x 60 cmAb 65 Euro/ m²
Bodenfliesen zwischen 60 x 60 cm bis 30 x 120 cmAb 75 Euro/ m²
Bodenfliesen zwischen 30 x 120 bis 90 x 90 cmAb 95 Euro/ m²

Fliesen Quadratmeterpreis – Kosten für das Verlegen von Wandfliesen pro Quadratmeter

Wandfliesen zwischen 15 x 15 cm bis 30 x 60 cmZwischen 40 bis 50 Euro/ m²
Wandfliesen zwischen 30 x 60 cm bis 60 x 60 cmAb 65 Euro/ m²
Wandfliesen zwischen 60 x 60 cm bis 30 x 120 cmAb 75 Euro/ m²
Wandfliesen zwischen 30 x 120 bis 90 x 90 cmAb 95 Euro/ m²
Wandfliesen über 60 x 60 cmJe nach Fliesenleger unterschiedlich
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Welche Fliesensorte ist die teuerste im Einkauf?

Die Kosten für das Fliesen verlegen sind sehr unterschiedlich. Von 5 bis knapp 100 Euro der Quadratmeterpreis ist alles dabei. Der Klassiker sind Keramikfliesen, wie beispielsweise Steingutfliesen, Steinzeug, Feinsteinzeug, Terrakotta oder Klinker. Aber auch Natursteinfliesen, zum Beispiel Marmor oder Granit, aber auch Glas- und PVC-Kacheln sind sehr beliebt. Grundsätzlich gibt es für jeden Wohnbereich ein geeignetes Material.

Beim Kauf spielt die Abriebgruppe eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt den Verwendungszweck und Einsatzbereich der Fliese. Die Abriebgruppe verrät etwas über die Widerstandsfähigkeit, Belastbarkeit und Langlebigkeit des Materials. Es wird zwischen 5 Abriebgruppen unterschieden. Während die Abriebgruppe 5 die höchste Belastbarkeit besitzt, können Produkte der Abriebgruppe 1 nur als Wandfliesen verwendet werden.

Bodenfliesen für den privaten Gebrauch haben meist eine Abriebgruppe von 2 oder 3. Für jedes Material und jede Abriebgruppe gibt es eine günstige und eine teure Variante.

  • Am günstigsten sind Keramikfliesen: 6 bis 10 Euro pro Quadratmeter.
  • An zweiter Stelle stehen Feinsteinfliesen oder Böttgersteinzeug: Für 10 bis 15 Euro.
  • Ab 50 Euro und mehr sind Glas- und Natursteinfliesen sowie Mosaikfliesen erhältlich.

Wie das Verlegemuster den Preis eines Fliesenlegers beeinflussen kann

Nicht nur die Quadratmeterzahl beeinflusst den Preis für das Fliesen, sondern auch die Raumform. Je verwinkelter ein Raum, desto höher ist der Verlegeaufwand und desto teurer werden die Verlegearbeiten, da mehr Schneidearbeit und Planung erforderlich ist.

Auch das gewünschte Verlegemuster spiegelt sich in den Kosten des Fliesenlegers wider.

Verlegung im Kreuzverband

Alle Fugen kreuzen sich, deshalb wird dieses Muster auch Kreuzfuge genannt. Diese Verlegetechnik wird vor allem bei großen und quadratischen Fliesenformaten gewählt. Der Aufwand ist gering und die Kosten sind überschaubar.

Verlegung im Halbverband

Der Halbverband wird auch „englischer Verband“ oder „regelmäßiger Verband“ genannt. Die Fugen sind um eine halbe Fliesenlänge versetzt. Der Halbverband ist bis zu einer Fliesengröße von 60 x 30 Zentimetern möglich. Da die Verlegetechnik ebenfalls sehr einfach ist, sind die Kosten für den Fliesenleger überschaubar.

Verlegung im wilden Verband

Beim wilden Verband fällt kaum Verschnitt an. Denn die Verschnittstücke einer jeden Reihe werden an den Anfang der nächsten Reihe gelegt. Dies hat zur Folge, dass die Kosten für diese Verlegetechnik sehr gering sind.

Verlegung im Viertelverband/ Drittelverband

Ähnlich wie beim Halbverband werden die Fugen beim Drittelverband versetzt angeordnet. Allerdings nur um eine Viertelbreite der Fliese. Die Folge ist ein Treppenmuster, welches einen Raum optisch streckt. Da hier ein exakter Versatz eingehalten werden muss, ist diese Verlegetechnik etwas komplexer, und damit preislich auch etwas teurer.

Verlegung im Diagonalverband

Beim Diagonalverband kann der Winkel, in dem die Fliesen verlegt werden, frei gewählt werden. Meistens ist es die 45-Grad-Variante. Besonders bei Terrakottafliesen ist der Diagonalverband sehr beliebt. Wegen der exakten Arbeitsweise sind die Arbeitskosten eines Fliesenlegers höher als beim Halbverband.

Verlegung im römischen Verband

Der römische Verband ist mit hohen Kosten beim Verlegen der Fliesen verbunden. Denn was aussieht wie ein willkürliches Muster, ist eine strenge Reihenfolge von sich abwechselnden Quadraten und Rechtecken. Wegen der sehr aufwendigen Verlegemethode ist dies auch eine der teuersten. Sie wird gerne für Natursteinböden eingesetzt.

Aber auch die Verlegetechnik im Bahnverband oder Fischgrätenverband sind sehr kostspielig.

So lassen sich die Kosten beim Fliesen verlegen senken

Wer die Kosten für den Fliesenleger senken möchte, kann dies durch gezielte Vorarbeiten tun. Dazu gehören das Entfernen der alten Fliesen und der Abtransport des Bauschutts. Gute Hobbyhandwerker können zudem auch den Boden oder die Wand selbst einebnen, abschleifen und verspachteln.

Auch ist es sinnvoll, alle Fliesenarbeiten auf einmal zu beauftragen. Die meisten Firmen geben auf größere Aufträge Rabatte.

Auch das Ziehen der Silikon- und Acrylfugen kann ein jeder selbst machen. Sinnvoll ist es nur, sich das einmal vom Fliesenleger zeigen zu lassen – vor allem dann, wenn man das noch nie gemacht hat.

Zusammenfassend: Das kostet ein Fliesenleger

Das Verlegen der Fliesen gehört mit zu den letzten Arbeitsschritten beim Neubau oder der Sanierung eines Hauses. Je nach Fliesenart und Verlegetechnik können hier nochmals sehr hohe Kosten entstehen.

Je geringer der Fugenabstand sein soll, je mehr das Material dazu neigt, zu reißen, und je verwinkelter ein Raum ist, desto höher werden die Preise für die Verlegearbeiten der Fachfirma. Denn beim Fliesen verlegen bestimmt weniger der Quadratmeterpreis die Höhe der Kosten, sondern der Arbeitsaufwand. Gerade wer viele Räume zu fliesen hat, sollte das bedenken. Dann muss es vielleicht nicht immer die kleinste Mosaikfliese sein oder ein komplexes Verlegemuster.

Und wenn doch, dann können die Kosten durch Eigenleistung minimiert werden. Die alten Kacheln von den Wänden schlagen kann schließlich jeder.

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