Dacheindeckung Kosten – Was kostet eine neue Dacheindeckung?

Dacheindeckung Kosten - Was kostet eine neue Dacheindeckung

Ist das Dach undicht oder vielleicht schon älter als 30 Jahre, dann wird es Zeit für die Erneuerung der Dacheindeckung. Denn selbst bei guter Pflege hält das verbaute Material nicht ewig. Doch ein neues Dach ist nicht gerade billig.

Die Kosten für eine neue Dacheindeckung

Für eine neue Dacheindeckung sollte man pro Quadratmeter 100 bis 150 Euro einplanen. So kann die Dacheindeckung für ein normales Einfamilienhaus schnell 10.000 bis 15.000 Euro kosten. In diesem Preis ist jedoch keine Dämmung enthalten. Eine derartige Eindeckung ohne Dämmung bietet sich für Nichtwohngebäude oder Wohngebäude mit ungenutztem Dachboden sowie gedämmten Geschossdecken an. Ist der Wärmeschutz jedoch nicht ausreichend und entspricht er somit nicht den Anforderungen der DIN 4104-2: 2013-02, ist ein jeder Hausbesitzer zur Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG, vormals EnEV 2013) verpflichtet. Darin enthalten ist die gesetzliche Vorgabe, die Geschossdecke oder alternativ eine Dacheindeckung mit Dämmung, gemäß den Vorschriften des GEG zu errichten.

Generell sollten bei der Neueindeckung eines Dachs die örtlichen Begebenheiten berücksichtigt werden – schon allein, um unnötige Kosten zu sparen. Ist jedoch der Dachboden zu einem Wohnraum ausgebaut, sollte die Phase während der Dacheindeckung für das Anbringen einer Aufsparrendämmung genutzt werden. Denn eine derartige Installation ist nur im Zuge einer neuen Dacheindeckung wirtschaftlich. Durch die Dacheindeckung mit der Dämmung erhöhen sich zwar die Kosten auf 250 bis 310 Euro pro Quadratmeter. Doch dafür sinken die Heizkosten in allen kommenden Wintermonaten erheblich. Zudem kann für eine Aufsparrendämmung eine Förderung von wenigstens 20 % der Investitionskosten beantragt werden.

Diese Kosten entstehen bei einer Dacheindeckung mit Dämmung

Heutzutage gehört bei einer Dachsanierung eine Dämmung zu den Standardarbeiten dazu. Dabei stehen drei Arten von Dämmung zur Auswahl:

  • Die Untersparrendämmung. Die Dacheindeckung mit der Dämmung kostet pro m² zwischen 40 bis 80 Euro.
  • Die Zwischensparrendämmung. Hier kostet die Dämmung rund 65 bis 95 Euro pro m².
  • Oder eine Aufsparrendämmung. Hierbei handelt es sich um die teuerste Variante, das Dach zu dämmen. Die Kosten pro Quadratmeter liegen bei rund 250 bis 310 Euro.

Jedoch ist gerade bei einer neuen Eindeckung des Dachs Letztere zu empfehlen. In den restlichen Fällen reicht eine Zwischensparrendämmung, selbst mit einer zusätzlichen Dämmung unter den Sparren, vollkommen aus. Wird der Dachboden generell nur als Stauraum verwendet, dann reicht eine Dämmung desjenigen für 65 bis 95 Euro pro Quadratmeter gänzlich aus.

Prozentual gesehen ist eine Dämmung bei einem Dach circa 90 Prozent teurer als eine neue Dacheindeckung. Dafür sinken damit aber im Umkehrschluss die Heizkosten um ein Vielfaches. Grundsätzlich sollte sich damit eine Dachdämmung in wenigstens 10 bis 15 Jahren amortisiert haben.

Welche Kosten entstehen bei der Dacheindeckung eines Einfamilienhauses?

Ein wesentlicher Posten, der die Kosten der Dacheindeckung beeinflusst ist die Größe der Dachfläche. Aber auch die Dachform spielt eine entscheidende Rolle. So ist ein normales Satteldach mit zwei gleichen Dachseiten rund 30 Prozent günstiger als ein Zeltdach, das mit seinen vier Dachflächen eine deutlich größere Dachfläche hat.

Um selbst die Kosten für eine Dacheindeckung zu kalkulieren, empfiehlt sich 150 Quadratmeter als Basis zu nehmen. Dieser Wert entspricht in etwa der Größe eines herkömmlichen Satteldachs für ein Einfamilienhaus. Die genauen Abmessungen des Dachs für die Berechnung der Dachfläche steht in der Bauakte eines Hauses. 

Folgende Faktoren beeinflussen die Kosten einer neuen Dacheindeckung pro Quadratmeter:

Generell wird der Quadratmeterpreis für die Dacheindeckung von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Der Größe Dachfläche
  • Die erforderlichen Baumaßnahmen
  • Die Qualität des Baumaterials
  • Die Art der Dacheindeckung
  • Die Entsorgung der alten Dacheindeckung. Gerade bei alten Immobilien kann das schnell ins Geld gehen. Denn eine Schadstoffbelastung, beispielsweise mit Asbest, ist hier keine Seltenheit.

Insgesamt belaufen sich die Kosten pro m² für ein neues Dach zwischen 200 und 300 Euro. Eine exakte Antwort auf die Frage „Was kostet ein Dach?“ kann jedoch nur ein erfahrener Dachdecker nach einer Vorortbesichtigung nennen.

So verteilen sich die Materialkosten für die Dacheindeckung pro Quadratmeter

Folgende Aufstellung soll nur einen kurzen Überblick über die Aufteilung der Materialkosten für eine neue Dacheindeckung pro Quadratmeter geben.

  • Ziegel: ab 35 Euro pro Quadratmeter
  • Beton: 30 Euro pro Quadratmeter
  • Schiefer: 85 Euro pro Quadratmeter
  • Aluminium: 45 Euro pro Quadratmeter
  • Kupfer: ab 100 Euro pro Quadratmeter
  • Titanzink: 45 bis 55 Euro pro Quadratmeter
  • Faserzement: 40 bis 55 Euro pro Quadratmeter
  • Bitumen: 35 Euro pro Quadratmeter
  • Reetdach: 125 Euro pro Quadratmeter

Weitere Kosten, die entstehen sind:

  • Gerüstmiete: fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter (insgesamt circa 800 bis 1.500 Euro)
  • Stundenlohn Handwerker: 50 bis 85 Euro pro Stunde pro Person (nach tatsächlich erbrachtem Aufwand)

Basierend auf dieser grobe Kostenübersicht sollten für ein 200 Quadratmeter großes Dach 15.000 bis 30.000 Euro eingeplant werden. Je hochwertiger das Material zur Dacheindeckung, und je komplexer die Bauweise des Daches, desto teurer wird alles. Um Geld zu sparen, empfiehlt es sich daher, möglichst günstige Materialien oder großen Platten zu verwenden.

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Dacheindeckung: Welches Material eignet sich und wie hoch sind die Kosten?

Ob Neubau oder Sanierung – die Dacheindeckung setzt optische Akzente. So kann eine optisch ansprechende Eindeckung auch als Investition in die Zukunft und Wertsteigerung verstanden werden. So lohnt sich selbst für kleine Dächer, beispielsweise einem Terrassendach, der Dacheindeckung für ein Gartenhäuschen oder eine Garage ein Kostenvergleich der Baumaterialien. Denn ein Dach kann nicht nur mit Ziegel oder Metall eingekleidet werden.

Um ein kostengünstiges Material zu finden, lohnt es sich generell, die Lebensdauer und Wartungsintensität der Materialien miteinander zu vergleichen. Inzwischen gibt es aber deutlich mehr Möglichkeiten, ein Dach neu einzudecken. Selbst den ökologischen Vorlieben wird inzwischen das ein oder andere Material gerecht.

Was ist das beste Material für eine Dacheindeckung?

Die Frage nach dem besten Material für die Dacheindeckung kann nicht so weiteres beantwortet werden. Ehe man sich hier auf ein bestimmtes Material versteift, muss immer die Dachform mitberücksichtigt werden. Denn manchmal wird eine bestimmte Dachneigung benötigt, um einen bestimmten Werkstoff verbauen zu können.

Doch auch das Alter und die Statik des Gebäudes spielen eine Rolle. Damit muss bei der Materialauswahl auch das Gesamtgewicht der Dachkonstruktion beachtet werden. Ebenso wie die Verlegbarkeit des Baustoffes. Denn je schneller ein Dach neu eingedeckt werden kann, desto geringer sind die Handwerkerkosten. Je individueller das Design, desto teuer wird alles.

Ziegel funktionieren immer

Dachziegel aus Ton oder Lehm werden vor allem für geneigte Dächer verwendet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in der Regel gut. Außerdem sind sie witterungsbeständig und für rund 25 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Für Mönch- und Nonnenschwanzziegel liegt der Quadratmeterpreis bei rund 50 Euro. Doch haben diese noch eine bessere Qualität als die günstigen Hohlwangenziegel.

Noch billiger ist eine Dacheindeckung mit Biberschwanzziegel für 20 Euro pro Quadratmeter. Sie gehören zu den ältesten bekannten Dachziegelarten. Sie eignen sich besonders für Dächer mit einer Neigung über 30 Grad. Ziegel können 80 bis 100 Jahre alt werden. Der Pflegeaufwand ist gering. Inzwischen gibt es sogar Dachziegel mit integrierten Photovoltaikzellen. Photovoltaik als Dacheindeckung – energiebewusster geht es kaum.

Beton – günstig und solide

Billiger geht eine neue Dacheindeckung eigentlich nur noch mit Beton. Hier liegen die Materialkosten bei rund 20 Euro pro Quadratmeter. Da sich Betondachsteine zudem sehr schnell verlegen lassen, sind auch die Handwerkerkosten überschaubar.

Betonziegel gibt es in zahlreichen matten und hochglänzenden Oberflächen und Farben. Jedoch wird diesem Baustoff sein hohes Eigengewicht oftmals zum Verhängnis. So kann das Material für alte Häuser oder Häuser, deren Statik nicht die Stabilste ist, durchaus nicht geeignet sein. Zudem ist Beton zwar sehr langlebig, aber dennoch witterungsanfälliger als normale Tonziegel.

Schiefer – hält ein Leben lang

Schieferdächer sind bereits optisch sehr schön anzusehen. Schieferplatten sind sehr witterungsbeständig und können 100 Jahre und älter werden. Damit hält Schiefer im wahrsten Sinne des Wortes ein Leben lang. Doch das hat auch seinen Preis.

Für eine neue Dacheindeckung mit Schiefer zahlt man pro Quadratmeter gut und gerne 70 Euro und mehr. Sollen die Schieferplatten zudem noch als Muster verlegt werden, können es auch schnell 150 Euro pro Quadratmeter werden. Sollte jedoch einmal eine Platte brechen, kann sie mühelos ausgetauscht werden.

Aluminium – moderne Dacheindeckungen mit Blech

Eine weitere Art der Dacheindeckung ist Metall oder auch Blech. Vorne mit dabei ist in diesem Fall Aluminium. Es gibt aber auch Dacheindeckungen aus Kupfer und Titanzink. Aluminium erfordert eine Dachneigung von wenigstens zehn Grad.

Wegen seines geringen Eigengewichts eignet es sich aber für zahlreiche Dacharten. Zudem ist Aluminium wartungsarm. Jedoch ist bei der Verlegung Sorgfalt geboten. Ansonsten bilden sich Kontaktkorrosion und Rost. Der Quadratmeterpreis für eine Dacheindeckung mit Aluminium beträgt rund 45 Euro.

Das Kupferdach

Kupfer ist flexibel und pflegeleicht. Und benötigt kaum eine Wartung. Die Lebensdauer ist sehr lang. Da die Kupferpreise in letzter Zeit sehr teuer geworden sind, liegen die Kosten für ein Kupferdach bei rund 100 Euro und mehr pro Quadratmeter.

Dacheindeckungen mit Titanzink

Dächer aus Titanzink zeichnen sich durch ihre blaugraue Patina aus. Dieser verdankt das Metall seinen natürlichen Korrosionsschutz. Daher sind Metalldächern aus Titanzink sehr pflegeleicht und witterungsbeständig.

Faserzement

Faserzement, oder Eternit besteht aus Zement und Armierungsfasern. Früher wurde in Eternitplatten Asbest mit verwendet. Daher ist der Ruf dieser Dacheindeckung nicht gerade der Beste. Heutzutage werden statt Asbest Fasern aus Kunststoff in die Dacheindeckung verarbeitet. Das macht das Material als Dacheindeckung wieder interessant.

Da Faserzement besonders feuerfest und witterungsbeständig ist, überstehen derart eingedeckte Dächer gut und gerne 50 Jahre. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Farben zur Auswahl. Faserzement ist die „Billig-Variante“ zwischen 40 und 55 Euro pro Quadratmeter.

Bitumen: Dacheindeckung fürs Gartenhaus und die Garage

Bitumen ist leicht, flexibel und wird oft als Dacheindeckung für Flachdächer verwendet. Damit lassen sich auch Gartenhäuser und Garagen abdecken. In den USA werden aber auch Steildächer mit Bitumenschindeln abgedeckt. Dem Material zum Nachteil wird die vergleichsweise geringe Lebensdauer von maximal 30 Jahren.

Generell neigt Bitumen dazu, schnell porös zu werden. Wegen seiner leichten Verlegbarkeit ist das Material mit einem Quadratmeterpreis von 35 Euro auch für Hobbyhandwerker interessant. Dächer mit Bitumen müssen regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Die teuerste Art der Dacheindeckung: das Reetdach

Reetdächer sind eine echte Augenweide. Zudem besitzen sie hervorragende Dämmeigenschaften. Jedoch ist eine derartige Eindeckung nicht günstig. Um die 125 Euro pro Quadratmeter werden hier fällig. Oder auch mehr. Zudem gelten besondere Bau- und Brandschutzbestimmungen, da Reetdachhäuser als feuergefährdet gelten. Außerdem müssen diese regelmäßig neu eingedeckt werden. Das steigert die Kosten auf Dauer ins Unermessliche.

Dacheindeckung Holz – eine verträgliche Umweltalternative

Holz als Bedachungsmaterial kam früher häufig in Form von Schindeln zum Einsatz. Während es lange Zeit von den Dächern verschwunden war, wird die umweltverträgliche Dacheindeckung heute immer beliebter. Verwendet werden vor allem Lärchen- oder Kiefernholz. Es gibt aber auch Schindeln aus:

  • Rotzedern-Holz
  • Weißzedern-Holz
  • Alaskazedern-Holz
  • Gelbzedern-Holz

Je nach Holzart schwanken die Kosten für die Dacheindeckung. Dachschindeln aus Lärchenholz liegen bei 35 und 45 Euro pro m². Rot-Zeder ist ab 40 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Und Dachschindeln aus Fichte kostet ungefähr 20 Euro pro Quadratmeter. Trotz des Naturmaterials sind Holzdächer bis zu 50 Jahre haltbar. Jedoch ist dafür eine regelmäßige Reinigung und Wartung nötig.

Fazit – Was kostet eine neue Dacheindeckung?

Wie teuer eine neue Dacheindeckung wird, hängt davon ab, ob diese mit oder ohne Dämmung erfolgt. Grundsätzlich empfiehlt es sich, für die Kalkulation der Neueindeckung eines Daches von 150 Quadratmetern Dachfläche auszugehen. Je nach Material werden so 20 bis über 100 Euro pro m² fällig. Dazu kommen noch mögliche Dämmkosten zwischen 40 bis rund 300 Euro pro Quadratmeter.

Zusätzlich fallen noch Gebühren für die Gerüstmiete an, sowie auch der Arbeitslohn. Je aufwendiger die neue Dacheindeckung und kleinteiliger das Material, desto teurer wird es. Packt man jedoch selbst mit an, kann die Arbeitszeit deutlich verkürzt und die Kosten für die neue Dacheindeckung eines Hauses erheblich reduziert werden.

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